Fehler
  • Expected response code 200, got 403 Forbidden

    Forbidden

    Error 403

Bericht im BZ vom 5. November 2014

Mit kleinem Flitzer gross im Rennen

Von Patrick Jordi. Aktualisiert am 05.11.2014

Der Langenthaler Simon Kurzbuch (22) ist momentan einer der besten Modellautopiloten Europas. Heute Abend fliegt er ab, um sein Talent an der WM in Thailand unter Beweis zu stellen.

Pfeilschnell: Modellautopilot Simon Kurzbuch (22) trainiert regelmässig im Verkehrsgarten im Hard. Heute fliegt er an die WM nach Thailand.

Pfeilschnell: Modellautopilot Simon Kurzbuch (22) trainiert regelmässig im Verkehrsgarten im Hard. Heute fliegt er an die WM nach Thailand.
Bild: Daniel Fuchs

Ein wahrer Augenschmaus ist Simon Kurzbuchs Rennauto: feurige Karosserie, getönte Scheiben, wohl geformter Heckspoiler – ein Bolide wie aus dem Bilderbuch. Agil in der Kurve, pfeilschnell auf der Geraden. Man könnte neidisch werden auf das Fahrzeug des 22-Jährigen. Man könnte.

Der Grund, warum man es vielleicht nicht wird: Simon Kurzbuchs Rennwagen ist klein – sehr klein. Ein Flitzer unter einer Plastikhaube. Ein Modellauto eben.

Allen davongesaust

Auf die Dinge wiederum, die Kurzbuch mit diesem Gefährt anstellt, darf man getrost neidisch sein. Der Langenthaler steuert sein Auto mit einer Behändigkeit fern, die ihresgleichen sucht. Kurzbuch ist derzeit einer der besten Modellautopiloten Europas – wenn nicht sogar der beste.

Mitte Oktober gewann der 22-Jährige die Euro Nitro Series, ein neu ins Leben gerufener, viel beachteter Wettkampf der Modellautoszene. Aus vier Rennen ging Kurzbuch als Gesamtsieger hervor. Er setzte sich gegen rund 180 Konkurrenten durch — auch gegen die Topfahrer aus Europa. Sogar dem amtierenden Weltmeister sei er davongefahren, berichtet Kurzbuch.

Zudem wäre er Anfang August beinahe offizieller Europameister geworden. «Beim Rennen in Österreich lag ich in Führung, doch es gab plötzlich Motorenprobleme», erinnert er sich.

Fahren in der «Königsklasse»

Schwamm drüber: Sein Talent führt ihn gerade an die Modellauto-Weltmeisterschaft in Thailand. Heute Abend fliegt Kurzbuch ab. Für zehn Tage weilt der Langenthaler in der Ferne, um gegen die besten Rennfahrer der Welt anzutreten.

Aussergewöhnlich ist, dass Simon Kurzbuch in Thailand gar nicht mit seinem Stammauto Gas geben wird. Gefahren wird an der bevorstehenden WM mit 2,1-Kubik-Fahrzeugen. Heimisch ist der 22-Jährige jedoch in der grösseren 3,5-Kubik-Kategorie. Der «Königsklasse», wie Kurzbuch sagt. Sein Materialsponsor, die deutsche Modellbaufirma Shepherd, hat ihn dennoch als WM-Vertreter angefragt. Ein Problem sei die Umstellung auf die kleinere Kategorie nicht, sagt der 22-Jährige selbstbewusst. WM-Erfahrung hat der Modellautopilot schon. Mit seinem 3,5-Kubik-Modell trat er bereits in Miami (2011) und Tokio (2013) an. In Japans Hauptstadt fuhr er auf den 12.Rang.

Simon Kurzbuch ist Mitglied im Modell-Rennsport-Club Langenthal (MRCL). Es ist ein kleiner Verein: Rund fünfzehn Aktive und nochmal so viele Passive zähle der Club, sagt Kurzbuch. Trainiert wird im Verkehrsgarten beim Pfadiheim im Hard. Dort dürfen die Vereinsmitglieder am Donnerstagabend und am Samstagnachmittag ihre Miniboliden flitzen lassen. Weitere Trainings stehen in Langenthal nicht zur Debatte. Die Modellautos, die mit einem sogenannten Nitromethangemisch angetrieben werden, seien zu lärmig, heisst es.

Formel 1 im Mini-Format

Die Rennen mit den Modellautos sind eine Formel 1 im Miniformat. An den Wettkämpfen gebe es eine Boxengasse, berichtet Kurzbuch. «Alle fünf Minuten muss getankt werden. In der Halbzeit steht zudem ein Reifenwechsel an.» Sein Vater und sein Bruder, ebenfalls Mitglieder im MRCL, würden ihm während der Rennen als Mechaniker zur Seite stehen.

Ebenso wichtig wie das Fernsteuern seines Wagens ist Kurzbuch das Modellbauen. Jeweils im Frühjahr erhält der Langenthaler von seinem Materialsponsor zwei Baukästen mit brandneuen Modellen. Nach einem Tag Arbeit sei ein Auto bereits zusammengebaut, sagt Kurzbuch, der ansonsten in Winterthur ein Studium als Wirtschaftsingenieur absolviert. Auf dieses will sich der 22-Jährige demnächst wieder voll konzentrieren. «Zuerst aber fliege ich jetzt nach Thailand.»

(Source: Berner Zeitung - Erstellt: 05.11.2014, 07:38 Uhr)

MCP 2014 in Lostallo

Ein toller Event war es.....und leider auch schon wieder vorbei. Der MRCU organisierte den diesjährigen Mannschaftscup in Lostallo. Superschönes Wetter hat den 10 Mannschaften das ganze Weekend begleitet....aber nicht nur das; dem Hobby konnten alle so richtig fröhnen und das RC Racing Leben geniessen.

Absolut Hammer wars!

Am Samstag hatte Luca Martinelli eine blendende Idee. Das Canonball Race. Alle 23 Fahrer gingen in einem fliegenden Start ins Rennen. Dieses dauerte 20 Minuten und jeder Fahrer war selber verantwortlich für Tanken, Ramassieren, Mechen, etc.....das war mal so richtig Rennsport mit körperlicher Betätigung...beim runter- und hochsecklen war dann schon schnell mal der eine oder andere Akku leer ;-)

Gewonnen hat dieses Race auf ganz lockere Art und Weise der Simon Kurzbuch. Andere rückten die Brücke (ein schweres Ding!) mit dem Auto auf die Seite. Einige der schwereren und beleibteren Fahrer kamen an ihre Grenzen. - Aber riesigen Spass hats gemacht.

Nun gut, das Rennen..... da gibt es aus Langenthaler Sicht eigentlich drei Highlights

  • Der MRCL 1 mit Thomas Henzi (hat den Final als Einzelmaske gewonnen!!!! - Gratulation), Pascal und Simon Kurzbuch wurden nach technischen Problemen Gesamtdritter
  • Der HP Gerber versemmelte in den letzten Sekunden eine Finalteilnahme mit dem 300kg Team (wohlverstanden: Grosser Final gemeint) - er ging ein bisschen Grasen...so schaaaad!
  • Der pfeilschnelle Angelo (pfeilschnell nur auf der Piste mit dem Autöli....nicht beim rennen mit den eigenen Beinen) fuhr sensationelle Jahrhundertbestzeit von 21,116sec !!